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Die kaputten Schuhe
von Natalia Ginzburg, Alessandra
Tornimparte
Kurzbeschreibung:
Diese sechs Erzählungen zeigen unsere Welt als eine, in der es keine Gewißheiten mehr gibt. Sie beschreiben die unüberbrückbare Kluft zu
den vorangegangenen Generationen und die jungen, nüchternen Frauen, die mit Kraft und Ausdauer und beinahe heiterer Gelassenheit die alten Untugenden
vertreiben: nicht lügen und nicht zulassen, daß andere lügen.
Es sind Frauen, die die großen Tugenden (wie die Großzügigkeit) den kleinen Tugenden (wie die Sparsamkeit) vorziehen, denn: "man sollte nie Geld, Gefühle
oder Gedanken auf die Seite legen, später braucht man sie nicht mehr."Natalia Ginzburg wurde 1916 in Palermo geboren. Während des Zweiten Weltkriegs gehörte
ihre Familie zu den aus rassischen Gründen Verfolgten. Natalia Ginzburgs Mann, Leone Ginzburg, ein russischer Schriftsteller, hatte eine führende Rolle in
der antifaschistischen Widerstandsbewegung: mit ihren Kindern teilte sie von 1940 bis 1943 seine Verbannung in den Abruzzen. Er starb 1944. Nach dem Krieg
arbeitete Natalia Ginzburg als Lektorin, Übersetzerin (Proust) und Schriftstellerin.
Autorenportrait:
Natalia Ginzburg wurde 1916 in Palermo geboren. Während des Zweiten Weltkriegs gehörte ihre Familie zu den aus rassistischen Gründen
Verfolgten. Natalia Ginzburgs Mann, Leone Ginzburg, ein russischer Schriftsteller, hatte eine führende Rolle in der antifaschistischen Widerstandsbewegung:
mit ihren Kindern teilte sie von 1940 bis 1943 seine Verbannung in den Abruzzen. Er starb 1944. Nach dem Krieg arbeitete Natalia Ginzburg als Lektorin,
Übersetzerin (Proust) und...
Rezensionen:
Die kaputten Schuhe, 13. August 2001
Die sechs Geschichten des Erzählbändchens sind wunderbar geschrieben und bringen einen oft zum Schmunzeln, da man sich selbst darin
wieder erkennt. Natalia Ginzburg macht sich in ihne Gedanken und treffende Beobachtungen in Bezug auf diese oder jene merkwürdige Verhaltensweisen oder
Begebenheiten innerhalb der „menschlichen Beziehungen". An der Erzählung „Schweigen" fand ich besonders bemerkenswert, dass es unter anderem um die verloren
gegangene „Lust am Gespräch" geht. Man redet zueinander, ohne, dass ein wirklicher Gedankenaustausch stattfindet. Das gleiche wird in Cechovs
„Krankenhauszimmer Nr. 6" thematisiert - vielleicht kein Zufall, da Natalia Ginzburg eine Cechov-Bewunderin war und eine Biographie über ihn geschrieben hat.
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